Historie

dompatent von Kreisler – Mut, Innovationen und der Glaube an die Zukunft

Mitten in den Ruinen, im Zentrum der zerstörten Stadt, hatten 1947 zwei Männer den Mut, an die Zukunft zu glauben: Bereits zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten die Patentanwälte Dr. Ing. Andreas von Kreisler und Dr. Ing. Karl Schönwald in Köln eine Kanzlei für Patentrecht – heute dompatent von Kreisler.

Für ihre neue Kanzlei mieteten die beiden Gründer ein Zimmer im Deichmannhaus, im Schatten des Doms. 79 Deutsche Mark kostete das Zimmer im Monat, es hatte keine Heizung, aber es war ein Anfang. In der Gründungsphase mussten die Verträge im Waschraum unterzeichnet werden – dem einzigen Ort, in dem es nicht durch das zerstörte Dach regnete.

Mit Visionen die Welt verändern

Mit Visionen kann man die Welt verändern, sogar inmitten von Schutt und Asche: Der Glaube an Innovation und Fortschritt trug die Kanzlei von Anbeginn. Das Wirtschaftswunder hatte damals niemand erwartet – aber es kam. Es wurden Patente angemeldet, Marken geschützt, die Wirtschaft in Köln und in Deutschland nach und nach wieder aufgebaut.

Eine Dekatiermaschine zur Veredlung von Stoffen, ein Eisenkatalysator für die Kohlenoxidhydrierung, Pressölumlaufschmierung oder ein neuartiger Schnitt für Kleider – die Erfinder kamen und meldeten ihre Patente mit Hilfe der Kölner Kanzlei an.

Das Geschäft wurde rasch international: Bereits 1948 wurden Patentanmeldungen für Mandanten aus den USA eingereicht, zum Beispiel ein Vakuumtrockner für einen Mandanten aus Virginia. Schon bevor Prof. Dr. Karl Ziegler im Jahre 1963 zusammen mit Guilio Natta den Nobelpreis für Chemie erhielt, betreute ihn die Kanzlei patentrechtlich im Zusammenhang mit seinen Arbeiten auf dem Gebiet der Katalysatoren und der organischen Polymere. Die Entdeckung von metallorganischen Mischkatalysatoren aus Aluminium- und Titanverbindungen, den Ziegler-Natta-Katalysatoren, veränderte sowohl die Chemie als auch die chemische Industrie und deren Technologie: Mit ihrer Hilfe konnte Ethylen erstmals bei Normaldruck zu Polyethylen polymerisiert werden.

Patent Nr. 973 626

Die Kanzlei wuchs schnell und beständig

Im Jahr 1950 standen schon 14 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste, zehn Jahre später waren es bereits 36 Mitarbeiter und fünf Partner. Bis zum Jahr 2000 war die Zahl der Mitarbeiter auf 55 gestiegen, die Zahl der Partner auf zehn. Aktuell arbeiten bei dompatent von Kreisler mehr als 100 Personen, davon 15 Partner. Die Kanzlei wuchs schnell und beständig und begleitet viele Mandanten über Jahre und Jahrzehnte.

Heute, mehr als 70 Jahre nach der Gründung, glauben wir immer noch an die Zukunft – an die Innovationsfähigkeit, die Ideen und den Einfallsreichtum unserer Mandanten, an den Fortschritt, an Mut und an Visionen, die die Welt verändern können.